Ist das Nidwaldner Stromnetz bereit für die Energiewende? – GLP fordert Klarheit
Die Grünliberale Partei (GLP) Nidwalden will vom Regierungsrat wissen, ob das Stromnetz im Kanton bereit ist für die Anforderungen der Energiewende. Mit einer Interpellation fordern Landrat Jonas Tappolet und Landrätin Christina Amstutz Auskunft zu Netzkapazitäten, Engpässen und möglichen Speicherlösungen für Solarstrom.
Der Ausbau von Photovoltaikanlagen schreitet auch in Nidwalden rasch voran. Damit stellt sich die Frage, ob das bestehende Stromnetz diesen Zubau bewältigen kann oder ob gezielte Ausbauschritte nötig sind, um das Ziel «Netto-Null bis 2050» zu erreichen. Zudem verlangt die GLP Informationen zu bestehenden Engpässen im Netz und zur Zuständigkeit für einen allfälligen Ausbau.
Ein weiterer Fokus liegt auf dem Einsatz von Batteriespeichern. Während der geplante Grossbatteriespeicher des Elektrizitätswerks Nidwalden (EWN) in Buochs ein wichtiger Schritt sei, könnten künftig auch dezentrale Speicher auf Quartier- oder Gemeindeebene nötig werden. Diese würden helfen, Solarstrom lokal zwischenzuspeichern und gezielter ins Netz einzuspeisen.
„Die Energiewende ist nicht nur eine Frage von mehr Solarzellen auf den Dächern, sondern auch von intelligenten Netzen und cleveren Speicherlösungen“, betont Landrat Jonas Tappolet. „Nur wenn wir das Stromnetz frühzeitig fit machen, können wir die Ziele von Netto-Null bis 2050 überhaupt erreichen.“
Die GLP fordert deshalb vom Regierungsrat eine klare Einschätzung zur Zukunftsfähigkeit des Stromnetzes und konkrete Massnahmen für dessen Weiterentwicklung.
Die vollständige Interpellation kann hier heruntergeladen werden.