GLP Nidwalden nimmt Stellung zur Steuergesetzrevision 2026: Förderung von Familien, Mittelstand und fairer Steuerpraxis

Medienmitteilung

GLP Nidwalden nimmt Stellung zur Steuergesetzrevision 2026: Förderung von Familien, Mittelstand und fairer Steuerpraxis

Die Grünliberale Partei (GLP) Nidwalden unterstützt die grundsätzlichen Ziele der Steuergesetzrevision 2026. Die Anpassungen stärken die Standortattraktivität für Familien, den Mittelstand sowie Fach- und Führungskräfte. Dennoch sieht die GLP Verbesserungspotenzial und schlägt gezielte Ergänzungen vor, um eine faire und nachhaltige Steuerpolitik zu gewährleisten.

Faire Verteilung von Mehreinnahmen an Gemeinden

Die GLP fordert, dass die Mehreinnahmen aus der Ergänzungssteuer fair zwischen Kanton und Gemeinden aufgeteilt werden. „Die Gemeinden leisten einen wichtigen Beitrag zur Standortattraktivität und sollten entsprechend beteiligt werden. Eine faire Verteilung nach dem bestehenden Schlüssel von 61 % zu 39 % wäre eine gerechte Lösung“, erklärt Landrat Matthias Christen, Co-Präsident der GLP Nidwalden. Die Verteilung könnte anschliessend nach der Anzahl Einwohner:innen der Gemeinden erfolgen.

 

Entlastung für tiefe und mittlere Einkommen  

Die GLP schlägt vor, als weitere Massnahme zur Entlastung von Familien, dem Mittelstand sowie Fach- und Führungskräften die Kopfsteuer für natürliche Personen abzuschaffen. Dadurch soll die Steuerbelastung insbesondere für niedrige und mittlere Einkommen dauerhaft reduziert werden. „Diese Massnahme wäre eine effektive Entlastung und würde insbesondere Familien und Personen mit geringem Einkommen direkt im Portemonnaie zugutekommen“, betont Christen. Der Kanton Nidwalden kann somit einen wesentlichen Beitrag zur Minderung des Kaufkraftverlustes in der Nidwaldner Bevölkerung leisten.

 

Stärkung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf 

Die GLP begrĂĽsst die Erhöhung des Fremdbetreuungskostenabzugs auf CHF 25’800 und die Anpassung an den Bundesabzug. Dies erleichtert es Eltern, Beruf und Familie zu vereinen, und fördert insbesondere die Erwerbstätigkeit von Frauen. Gleichzeitig lehnt die GLP eine Erhöhung des Eigenbetreuungsabzugs ab, da diese vor allem einkommensstarke Familien begĂĽnstigt und nicht zur Gleichstellung der Betreuungsmodelle beiträgt.

 

Unterstützung für Mietende und Patchwork-Familien 

Die GLP spricht sich für stärkere steuerliche Unterstützung von Mietenden aus, etwa beispielhaft durch einen Mietzinsabzug, wie er im Kanton Zug umgesetzt wird. Ebenso begrüsst die GLP die Steuerbefreiung von unentgeltlichen Zuwendungen innerhalb von Patchwork-Familien. Dies entspricht einer liberalen und lebensnahen Haltung.

 

Ablehnung des festen Kantonsbeitrags an die Landeskirchen

Die GLP lehnt den vorgeschlagenen festen Kantonsbeitrag an die Landeskirchen ab. „Ein liberaler Staat verhält sich in religiösen Fragen neutral. Die Leistungen der Landeskirchen sollten alternativ über klare Leistungsvereinbarungen geregelt werden, nicht durch pauschale Steuerbeiträge“, so Christen.

 

Mit ihrer Stellungnahme betont die GLP Nidwalden die Notwendigkeit einer ausgewogenen, familienfreundlichen und fairen Steuerpolitik, die die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft aktiv angeht.

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